Unser Video zu diesem Thema (Interview mit David Portalés, Spanisches Generalkonsulat in Düsseldorf):
Über die aktuellen Zahlen der spanischen Fliesen-Industrie haben wir schon im Vorfeld der Cevisama ausführlich berichtet (siehe Berichte hier und hier). Bei den letzten von uns veröffentlichten Zahlen handelte es sich um die Zeiträume Januar bis September 20ß19. Zur Messe in Valencia legte der spanische Hersteller-Verband ASCER nun die Zahlen bis November vor.
Die Gesamtproduktion lag demnach im Zeitraum Januar bis November 2019 bei 503 Mio. qm. Die bedeutet einen Rückgang von -5%. Der Verkauf lag bei 3,7 Mrd. Euro (+4%).


Mit einem Umsatz von 95,7 Mio. Euro belegt die Deutschland weiterhin einen Top-Platz (Nummer 5) im Ranking der Zielländer spanischer Fliesen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies jedoch ein Minus von -2,3%. Der spanische Markt konnte einem Gesamtumsatz von 940 Mio. Euro erzielen (+8%).
Benachteiligung im weltweiten Wettbewerb
Vicente Nomdedeu Lluesma, Präsident des Fliesenherstellerverband ASCER, beklagte auf der Pressekonferenz massive Benachteiligungen seines Industriesektor durch die Politik und Verwaltung. Protektionismus, hohe Energiekosten, eine schlecht ausgebaute Logistik im mediterranen Handelskorridor, hohen Kosten für Emissionsrechte, fehlendes Fachpersonal in den Betrieben und im Handwerk, hohe Lohnnebenkosten und Umweltauflagen sorgen nach seinen Ausführungen für eine massive Benachteiligung der spanischen Fliesenhersteller im weltweiten Wettbewerb.
Lluesma erläuterte in Valencia außerdem, dass die letzte Social Media Kampagne mit über 14 Mio. Kontakten ein großer Erfolg gewesen ist. Deshalb plant der spanische Verband nun ein zweites Werbevideo, dass die Vorzüge der Keramik im Vergleich mit alternativen Materialien hervorheben soll. Auch die zweite Kampagne will ASCER in Zusammenarbeit mit dem italienischen Verband realisieren.






