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3. Auflage des „Oldenburger Schnittstellentages“

Gemeinsames Event von Sanitär- und Fliesen-Handwerkern

Ende Dezember fand die 3. Auflage des „Oldenburger Schnittstellentages“ in den Räumen und mit Unterstützung des Bau-ABC Rostrup statt. Der Schnittstellentag ist eine, durch die beiden Obermeister Erhard Lamberti von der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Oldenburg und Stefan Bohlken, Fliesen und Natursteinleger-Innung Oldenburg ins Leben gerufene Veranstaltung, die sich seit ihrer Einführung steigender Beliebtheit bei den Mitgliedern beider Innungen erfreut. Dies zeigt sich in der stetig steigenden Teilnehmerzahl, von inzwischen über 100 Interessierten Teilnehmern.

Grundgedanke der Veranstaltung ist es, die oftmals als Partnergewerke auftretenden Handwerke der Installateure- und Heizungbauer sowie des Fliesenverlegegewerbes auf die jeweiligen Schnittstellen des anderen Gewerkes aufmerksam zu machen und durch Austausch und Abstimmung die Zusammenarbeit zu stärken, was letztlich zu einer „WinWin Situation“ durch weniger Reklamationen führt und in höherer Kundenzufriedenheit für beide Partnergewerke mündet.

Im Rahmenprogramm präsentierten, wie auch in den Vorjahren, einige Fachhandelspartner ihre Produkte für beide Gewerke.

In drei interessanten Vorträgen wurde über herausfordernde Themen aus der Projektepraxis informiert und zur verständnisvollen Zusammenarbeit angeregt. Im ersten Vortrag des Fachreferenten Werner Hagemann, Fliesenlegermeister und Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Fliesenlegerhandwerk ging es um die neuen Abdichtungsnormen, deren Erklärung, Umsetzung und Auswirkungen auf das jeweilige Gewerk. Es wurde schnell deutlich, dass dieses Thema mit viel Diskussionsbedarf verbunden ist und der Vortrag durch zahlreiche Praxisfragen und Kommentare ergänzt wurde. Es entwickelte sich ein reger, konstruktiver und kollegialer Austausch.

Im zweiten Vortrag des Referenten Carsten Janiec, Doyma Dichtungssysteme, ging es um Brandschutz und der praktischen Umsetzung. Zugegebenermaßen ein Thema, mit dem ein Fliesenverlegebetrieb in der Praxis seltener zu tun hat, aus technischer Sicht aber durchaus interessant und sehr kompetent vorgetragen.

Im dritten und letzten Vortrag des Referenten Ottmar Kuball, HaZeiOh aus Seinsheim, mit dem Titel „Handwerker Knigge – Auftritt statt Abgang“, ging es um Digitalisierung, das Außenbild des Betriebes und die Förderung der Mitarbeitermotivation. Ein Thema, das auch in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird, da Bewertungen immer deutlicher die Kundenentscheidung „für oder gegen einen Anbieter.“ beeinflussen wird. Neben der Nutzung und Einbindung von Digitalen Medien, wie z.B. Tabletts in Betriebsprozessen, ging es auch um den ersten Eindruck, das Auftreten gegenüber dem Kunden und den daraus resultierenden „wichtigen ersten Eindruck“.

Im Kollegenkreis war man sich einig, dass die Schnittstellentage einen sehr positiven Einfluss auf die Zusammenarbeit der letzten Jahre hatte und einige, bereits in der Vergangenheit zur Gewohnheit gewordene Diskussionen, so nun nichtmehr stattfinden.

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